Veröffentlicht: Freitag, November 15, 2013 von Agnieszka Berlin

Kleopatra – nicht besonders schön und doch so verführerisch?

Hört man den Namen Kleopatra, denkt man unwillkürlich an Macht, Intrigen und Schönheit. Stopp…, über die vermeintliche Schönheit gibt es unterschiedliche Aussagen, die sehr konträr sind. Betrachtet man die innere Schönheit, steht uns sicherlich kein Urteil zu, aber die überlieferte Optik dieser Frau lässt den Schluss zu, dass sie nicht besonders schön war, dafür aber sehr verführerisch. Eine hochbrisante Mischung, wie sich noch herausstellen sollte…

Nun kommt sie endlich nach Rom, natürlich bedauerlicherweise nicht mehr in natura, aber dennoch mit dem ägyptischen Zauber vergangener Tage – als  Ausstellung “Cleopatra” im Chiostro del Bramante. Aussergewöhnlich an der Ausstellung, die vom 12. Oktober 2013 bis 2. Februar 2014 im Chiostro del Bramante stattfindet, ist, dass ausser ihrem Leben vor allem das Verhältnis zwischen ihr und Rom beleuchtet wird.

Rom war für die knapp 20-jährige Kleopatra ein Podium auf dem Weg zur Macht. Geschickt setzte sie ihre weiblichen Reize ein, um Julius Cäsar und Marc Anton gefügig zu machen. Ein Schelm, der da denkt, dieses Phänomen hatte nur im alten Ägypten seine Berechtigung. Das Verhältnis zwischen Machtgebaren und sexuellen Freuden sollte sich bis ins Unendliche in der Geschichte der Politik widerholen.

Dabei mutet es schon fast ein wenig pikant an, dass ausgerechnet dem Erzfeind von Kleopatra, dem Kaiser Augustus, zur gleichen Zeit in den Scuderie del Quirinale eine nach ihm benannte Ausstellung gewidmet ist. Nehmen wir es als Chance, einen großartigen Einblick in die faszinierende Geschichte zweier interessanter Menschen zu bekommen, die verfeindet waren und scheinbar doch bis heute aneinander gebunden sind.

Gönnen wir der letzten ägyptischen Königin noch einmal einen großen Auftritt in Rom!

 

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