Veröffentlicht: Samstag, Oktober 26, 2013 von Agnieszka Berlin

Augustus – die aktuelle Ausstellung in den Scuderie del Quirinale

Kaiser Augustus, wer war er wirklich? Ja, wer war er denn wirklich, der Kaiser Augustus, der heute noch Ausstellung und Zeitgeschichte bereichert? Kaiser von Gottes Gnaden, großer Feldherr und vielleicht auch ein bisschen Charmeur? Wagen wir uns an die großen Namen der Geschichte, überlassen wir Cäsar, Rom und dem Senat sowie der Lichtgestalt Augustus die Bühne, tauchen wir ein in die Welt des Pax Augustae. Die ihm zugedachte Ausstellung in den Scuderie del Quirinale auf dem römischen Quirinalhügel wird auch Sie begeistern…
Vielleicht war es ein grauer Tag, vielleicht aber auch ein Tag voller Sonnenschein und Freude, dieser 23. September 63 v. Chr., an dem “der Erhabene” das Licht der Welt erblickte. Der spätere Kaiser, Großneffe und Haupterbe von Cäsar, sollte das Kaiserreich für lange 41 Jahre regieren und ging als “Vater des Vaterlandes” in die Geschichtsbücher ein. Die Jahre unter Kaiser Augustus waren geprägt, heute würde man sagen, von innovativen Ideen. Unter seiner Obhut beherrschte der Pax Augustae, der verklärte innere Frieden, die Szenerie. Nach Jahren der Machtkämpfe befriedete er das Kaiserreich und ließ Kunst und Kultur Einzug halten.

Einen Feldzug “gönnte” er sich dennoch, unter eigener Führung eroberte er den Norden Spaniens. Er ging als großer Baumeister in die Annalen der Geschichte ein. Es entstanden zahlreiche Theater, Tempel und Aquädukte – Dichter, Historiker und Architekten fanden ihr Podium.

Über der romantischen Seite des Kaisers Augustus liegt leider ein verhüllender Schleier. Es sind nur Mutmaßungen möglich, aber ein vages Herangehen an diese Thematik verbietet der Anstand, zumal der Kaiser ein strenger Wächter über Sitten und Moral war. Aber er hatte auch noch eine andere, weniger bekannte Seite, und hier bekommt die Pikanterie doch noch ein wenig Nahrung. Er schlief gerne lange, war kein Freund von grellem Sonnenlicht und Aberglaube beherrschte ihn – nichts Menschliches war ihm also fremd…

Es war sicherlich ein warmer und sonniger Tag im schönen Rom, als Augustus am 19. August 14. n. Chr. “sein” Kaiserreich für immer verlassen musste. Dieser Kaiser Augustus, der per Beschluss vom Senat zum Gott erhoben wurde, bewegt auch heute noch die Gemüter und ist Hauptakteur dieser sehenswerten Ausstellung. Ihn würde es sicherlich mehr als freuen…

PS.: Sozusagen als “Einstieg” in das komplexe Thema empfiehlt sich die “Augustus Biografie” von Jochen Bleicken, die ein sehr realistisches Bild der damaligen Zeit vermittelt.

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1 Kommentare

  1. Chris Köhne kommentiert ...

    Wer formunliert so wunderschöne Sätze mit ausgereiften Stil? Es ist schön, so über einen Kaiser geschrieben zu haben, so wohl gesetzte Worte.

    Veröffentlicht: November 10, 2013

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