Veröffentlicht: Donnerstag, November 15, 2012 von Agnieszka Berlin

“Omamamia” – schon wieder ein Film in Rom!

Die ewige Stadt ist und bleibt doch einfach eine der beliebtesten Kulissen für Filmemacher aus aller Welt. Egal ob Einheimische wie der große Fellini (La dolce Vita) oder Hollywood-Akteure wie William Wyler (Ein Herz und eine Krone) oder jüngst Ron Howard, der die Dan Brown-Romane verfilmte und Woody Allen (To Rome with love) – alle zieht es in Roms enge Gassen! Nun wagt sich auch eine deutsche Produktion in die ewige Stadt. Ob das gut geht?

Die Story ist schnell erzählt – Oma Marguerita (die tolle Marianne Sägebrecht!) will nicht ins Seniorenheim und flieht nach Rom. Dort will sie unbedingt bei einer Privataudienz vom heiligen Vater persönlich empfangen werden, denn da gibt es noch etwas ganz Spezielles zu beichten…Marguerita muss allerdings feststellen, dass so eine Privataudienz für einen Otto-Normal-Katholiken so gut wie unmöglich ist. Als dann auch noch die beiden Töchter (u.a.Anette Frier) auftauchen, um Oma wieder zur Vernunft zu bringen, nimmt das Chaos seinen Lauf.

Die Rahmenhandlung des Films ist eine rührende Geschichte über das Älterwerden, aber auch eine Mahnung an den Umgang mit unseren “Alten”. Ganz ohne Klischees kommt der Film aber leider auch nicht aus.  Trotzdem – für Fans der ewigen Stadt durchaus empfehlenswert, denn der Blick der Kamera auf das Straßengewimmel verkürzt wenigstens ein bisschen die Zeit bis zum nächsten Rom-Besuch.

Bleibt zum Schluss die interessante Feststellung, dass Rom seine Liebhaber überall findet und Regisseure in der ewigen Stadt offensichtlich nicht nur eine wunderbare Kulisse, sondern den perfekten Spiegel für alle erdenklichen Sehnsüchte und Abgründe findet. Was meinen Sie – haben Sie einen Lieblings-Rom-Film?

Omamamia – ab dem 1.11.2012 im Kino.

Jessica Löscher für Agnieszka-Berlin.com

 

 

 

 

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